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Wrage Inspiration Artikel (Februar 2013)

Den eigenen Lebensplan erkennen

Ro­bert Schwartz ist über­zeugt, dass die See­le je­den zu sei­ner Be­stim­mung führt. Die wei­sen Bücher der ver­gan­ge­nen Jahr­tau­sen­de sind voll mit den Ver­su­chen der Men­schen, Ant­wor­ten auf die exis­ten­ti­el­len Fra­gen zu fin­den: Wo kom­me ich her, wer bin ich, wo ge­he ich hin? Was ist der Sinn, die Be­stim­mung mei­nes Le­bens? Und wer sich auf die­se Fra­gen be­reits ein­ge­las­sen hat, wird wohl be­merkt ha­ben, dass all­ge­mei­ne Ant­wor­ten nicht sehr weit und tief füh­ren. Wir kön­nen die Ant­wort letzt­lich nur in uns selbst fin­den. Und da­zu brau­chen wir mög­li­cher­wei­se ei­ne An­lei­tung, die uns an­spricht.

Ei­nen ganz be­son­de­ren An­satz zur Ent­de­ckung der wah­ren Le­bens­be­stim­mung und Hei­lung von see­li­schen Wun­den hat Ro­bert Schwartz ent­wi­ckelt. Er geht da­von aus, dass die See­le vor der Ge­burt ei­nen ganz be­stimm­ten Le­bens­plan da­von ent­wi­ckelt, was sie in dem be­vor­s­te­hen­den Er­den­le­ben er­fah­ren will. Die See­le weiß, dass al­le Ge­schöp­fe in Ein­heit zu­sam­men­gehö­ren, ja, dass es in Wahr­heit nur ein ein­zi­ges, all­um­fas­sen­des, zeit­lo­ses Geist­we­sen gibt. Doch wenn wir erst­mal hier in­kar­niert sind, er­in­nern wir uns nicht mehr an das kör­per­lo­se Jen­seits und den See­len­plan. Das ist ei­ner­seits gut so, denn wir durch­le­ben dann un­se­re Ge­füh­le in­ten­si­ver. An­de­rer­seits ist die Er­in­ne­rung aber nö­tig, um ei­nen Sprung in die rich­ti­ge Rich­tung zu tun. Und dar­in sieht Ro­bert Schwartz sei­ne Le­bens­auf­ga­be.

In sei­nem ak­tu­el­len Buch "Je­de See­le plant ih­ren Weg" geht Ro­bert Schwartz auf die Schick­sa­le ein­zel­ner Men­schen ein und zeigt an ih­rem Bei­spiel, was die See­le ge­plant hat und wie der Plan bis­her um­ge­setzt wor­den ist:

"Ob­wohl wir Lei­den nicht mö­gen und ver­su­chen es zu ver­mei­den, ist Leid doch ein macht­vol­ler Hei­lungs­me­cha­nis­mus, selbst dann, wenn wir nicht ver­s­te­hen, wann und wie wir ge­heilt wer­den. Den Sinn des Lei­dens be­wusst zu er­ken­nen, er­mög­licht uns, die im Leid ver­steck­ten Lek­tio­nen zu ler­nen und die er­wünsch­te Hei­lung auf ei­ne we­ni­ger an­stren­gen­de Wei­se zu er­lan­gen.

Ich möch­te Sie dar­an er­in­nern, wer Sie in Wirk­lich­keit sind: ein ge­wal­ti­ges, wei­ses, lie­be­vol­les, un­be­grenz­tes, un­s­terb­li­ches und hei­li­ges We­sen, das die­ses Le­ben, das Sie jetzt füh­ren, ge­plant hat. Wenn Sie sich stär­ker dar­an er­in­nern, er­ken­nen Sie im­mer deut­li­cher, dass Sie Ihr Kar­ma aus­g­lei­chen und auf­lö­sen und sich und Ihr Le­ben in der Art und Wei­se hei­len kön­nen, wie Sie es hei­len müs­sen. Sie selbst sind der macht­vol­le Schöp­fer all Ih­rer Er­fah­run­gen, so­wohl der Her­aus­for­de­run­gen, die Sie vor Ih­rer Ge­burt ge­plant ha­ben, als auch der Hei­lung, die Sie in die­sem und in je­dem Au­gen­blick er­zeu­gen.

Als See­len ler­nen wir durch Ge­gen­sät­ze, sie hel­fen uns bes­ser zu ver­s­te­hen, wer wir sind. Ge­gen­sät­ze er­zeu­gen zu­dem in­ten­si­ve Ge­füh­le und durch Ge­füh­le wach­sen und ler­nen wir. Die Ge­füh­le, die wir er­fah­ren, sind in­ten­si­ver, wenn wir ver­ges­sen, dass das ir­di­sche Le­ben nur ein Thea­ter­s­tück ist, das wir selbst ge­schrie­ben ha­ben. Wenn wir dar­an glau­ben, dass die Il­lu­si­on des ir­di­schen Le­bens re­al ist, ist der Ein­satz höher und un­se­re Ge­füh­le sind dem­ent­sp­re­chend stär­ker. Die In­ten­sität ei­ner Er­fah­rung be­schleu­nigt un­se­re Ent­wick­lung - vor­aus­ge­setzt wir neh­men un­se­re Ge­füh­le wirk­lich wahr und ar­bei­ten mit ih­nen auf lie­be­vol­le Wei­se. Nicht phy­si­sche We­sen sp­re­chen oft dar­über, wie wun­der­bar die Mög­lich­kei­ten des spi­ri­tu­el­len Fort­schritts auf der Er­de sind, und dass Men­schen sich in ei­nem ein­zi­gen Le­ben häu­fig wei­ter als in län­ge­ren "Zeiträu­men" ent­wi­ckeln.

Die zwi­schen­mensch­li­chen Rei­bun­gen und das Ge­fühl des Aus­ge­grenzt­seins füh­ren da­zu, sich als ge­trennt zu er­le­ben. Der Schmerz der ge­fühl­ten Tren­nung drängt die See­len, sich nach in­nen zu wen­den, und im Lau­fe der Zeit ge­lan­gen sie zu ei­nem ge­fühl­ten Wis­sen der ih­nen in­ne­woh­nen­den Gött­lich­keit. Wenn sie das Hei­li­ge in sich selbst spü­ren, dann kön­nen sie auch das Hei­li­ge in al­lem spü­ren. Sie er­ken­nen, dass das Gött­li­che al­le Din­ge und al­le We­sen durch­d­ringt und Es die wah­re Es­senz von al­lem ist. Die­se Er­kennt­nis ist der Be­ginn des Ein­heits­be­wusst­seins, ei­ner Form des Be­wusst­seins, auf die sich die Mensch­heit in ra­schem Tem­po zu be­wegt.

Wenn Sie fra­gen, war­um Ih­nen et­was ge­sche­hen ist oder jetzt ge­schieht, er­zeu­gen Sie ei­nen En­er­gie­wir­bel, der die Ant­wor­ten, nach de­nen Sie su­chen, an­zieht. Un­ab­hän­gig da­von, ob Ihr Ver­stand die Ant­wort be­wusst wahr­nimmt, strömt En­er­gie aus die­ser Fra­ge­s­tel­lung in Sie hin­ein und be­wirkt ei­ne tie­fe Hei­lung. Ich will da­mit nicht sa­gen, dass Sie sich zwang­haft mit die­ser Fra­ge be­schäf­ti­gen soll­ten, denn: Die größ­te Hei­lung zie­hen Sie an sich, wenn Sie die Fra­ge nach dem War­um stel­len und die­se dann dem Uni­ver­sum über­ge­ben und wie ei­nen mit He­li­um ge­füll­ten Luft­bal­lon in den Him­mel stei­gen las­sen. Der Bal­lon wird sei­nen Be­stim­mungs­ort fin­den und Ih­re Fra­ge eben­so. Auf Ihr "War­um?" ant­wor­tet das Uni­ver­sum - viel­leicht nicht so, dass Sie es ver­s­te­hen kön­nen, oder nicht in dem Zeit­rah­men, der Ih­nen vor­schwebt.

Wenn es nütz­lich ist, die tie­fe­re Be­deu­tung der Er­eig­nis­se un­se­res Le­bens zu er­for­schen, war­um in­kar­nie­ren wir uns dann nicht mit der Er­in­ne­rung an un­se­ren vor­ge­burt­li­chen Plan? Dafür gibt es meh­re­re Grün­de. Wie schon er­wähnt lässt uns die feh­len­de Er­in­ne­rung an die "an­de­re Sei­te" das Le­ben auf der Er­de rea­ler er­sch­ei­nen. Mit die­ser Wahr­neh­mung kön­nen wir in­ten­si­ve Ge­füh­le er­fah­ren und wäh­rend un­se­rer In­kar­na­ti­on sehr viel aus ih­nen ler­nen. Wür­den wir uns voll­s­tän­dig an den Plan er­in­nern, wä­re dies mit ei­ner Schul­prü­fung ver­gleich­bar, bei der wir al­le Hilfs­mit­tel be­nut­zen dür­fen. Wä­ren uns al­le Ant­wor­ten be­kannt, wür­den wir we­ni­ger ler­nen. Wir ler­nen weit­aus mehr, wenn wir die Prü­fung auf uns al­lein ge­stellt be­s­te­hen müs­sen, wenn wir die Ant­wor­ten selbst su­chen, fin­den und in­te­grie­ren müs­sen - so wie Sie es jetzt ge­ra­de tun."


RO­BERT SCHWARTZ, Je­de See­le plant ih­ren Weg, An­sa­ta 2012, geb., 352 Sei­ten, 19,99 Eu­ro

 

Quelle: Wrage Inspiration (2/2013)