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INSPIRATION FÜR KÖRPER, GEIST UND SEELE                
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Wrage Inspiration Artikel (Januar 2014)

Engel wollen, dass wir Spaß haben!

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den En­geln ist nicht nur der Be­ruf von Kyle Gray, Großbri­tan­ni­ens jüngs­tem En­gel­me­di­um und Au­tor von "Der En­gel-Flüs­te­rer". Der 25-Jäh­ri­ge hat das ste­ti­ge Ge­spräch mit sei­nen En­geln als et­was sehr Selbst­ver­s­tänd­li­ches fest in sei­nen All­tag in­te­griert. So kann es durch­aus vor­kom­men, dass er mit ei­nem Freund dar­über spricht, wie großar­tig sie bei­de En­gel fin­den und dann je­der für sich zu den En­geln spricht. Auch sei­ne Her­an­ge­hens­wei­se ist be­son­ders.

Er bit­tet die En­gel nicht um Hil­fe, son­dern dankt ih­nen dafür, dass sie ihm be­reits hel­fen. "Wenn du um et­was bit­test, wirkt es so, als ob du glaubst, dass es nicht da ist oder dir nicht ge­hol­fen wird. Wenn du dich aber dafür be­dankst, dass et­was schon an­we­send ist oder dir ge­hol­fen wur­de, ver­schiebt sich die En­er­gie zu­guns­ten des Mo­ments, in dem du dich be­fin­dest." Ky­les Ge­be­te ha­ben dem­nach ei­ne große af­fir­ma­ti­ve Kraft. Po­si­ti­ve For­mu­lie­run­gen sind für ihn der Schlüs­sel. So emp­fiehlt er fol­gen­des: Sa­ge nicht "En­gel, ich ha­be so große Angst, bit­te be­schützt mich." Statt­des­sen rät er zu den Wor­ten: "En­gel, ich dan­ke euch, dass ihr mich be­schützt. Ich füh­le mich jetzt si­cher, da ich weiß, dass ihr hier seid."

Kyle ist da­von über­zeugt, dass es für je­den von uns ge­nug Hil­fe von den En­geln gibt. Manch­mal hel­fen ei­nem die En­gel an­ders als er­war­tet, manch­mal merkt man es viel­leicht auch gar nicht, so­dass manch ei­ner den­ken könn­te, die En­gel sei­en zu be­schäf­tigt, um ihm zu hel­fen. Wenn man sich aber für je­de er­denk­li­che Art von Hil­fe öff­net und sie zu­lässt, dann wer­den die En­gel ins Le­ben tre­ten und hel­fen.

Schon als Kind hat Kyle zu den En­geln ge­s­pro­chen, da­mals eher auf ei­ne kind­lich-nai­ve Wei­se. Er über­leg­te sich, wor­um er die En­gel noch bit­ten könn­te. Als er aber auf­hör­te zu bit­ten und an­fing zu dan­ken, merk­te er, dass für al­les, was er brauch­te, ge­sorgt war. "Für mich war das wie ein Wun­der, es war ei­ne end­gül­ti­ge Um­schal­tung mei­ner Wahr­neh­mung und mei­ner Er­kennt­nis."

Kyle ver­kör­pert ei­ne neue, ur­ba­ne Art von Spi­ri­tua­lität, die to­le­rant ist und sich fern­ab jeg­li­chen Dog­ma­tis­mus be­wegt. Er ist ein gut­aus­se­hen­der, mo­di­scher jun­ger Mann. In sei­nen schwar­zen Skin­ny-Jeans, mit sei­nen vie­len Tat­toos und sei­ner Ma­la-Ket­te, wirkt er auf den ers­ten Blick al­les an­de­re als das, was man sich früher un­ter ei­nem spi­ri­tu­el­len Men­schen vor­ge­stellt hat. Kein Ge­wand, kein lan­ger Bart oder ähn­li­ches. Er glaubt, dass ge­ra­de bei jun­gen Men­schen mo­men­tan ei­ne Be­wusst­sein­sän­de­rung statt­fin­det. Er er­zählt von ei­nem Er­leb­nis, das er kürz­lich in ei­nem Bar­bier-Shop in­mit­ten der Straßen von Glas­gow hat­te. Der Bar­bier frag­te ihn ganz lo­cker und ne­ben­bei, was er denn von Quan­ten­phy­sik und ih­rer Be­deu­tung für die Spi­ri­tua­lität hal­ten wür­de. Kyle fand das sehr be­ein­dru­ckend, denn es zeigt, wie sehr Spi­ri­tua­lität in un­se­rer Mit­te an­ge­kom­men ist. "Spi­ri­tua­lität wur­de auf die Straße ge­bracht. Sie ist echt und sie ist hier und ich glau­be, dass sie das aus ei­nem gu­ten Grund ist, näm­lich um Men­schen dar­an zu er­in­nern, dass es da draußen weit mehr gibt als wir glau­ben."

Kyle ist al­les an­de­re als ein As­ket, wenn es um Ernäh­rung, Al­ko­hol oder Par­tys geht. Er selbst hat lan­ge als DJ ge­ar­bei­tet, war viel in Schott­lands Nacht­le­ben un­ter­wegs und trinkt auch heu­te noch ganz ger­ne mal ein, zwei Glä­ser mit sei­nen Freun­den. Die Mu­sik wird er nie ganz auf­ge­ben, sie er­det ihn. "Dass ich mit En­geln sp­re­che, muss doch nicht be­deu­ten, dass ich ein Hei­li­ger sein soll­te", sagt Kyle la­chend.

En­gel, so Kyle, sind fröh­li­che We­sen und sie lie­ben nichts mehr, als mit uns Spaß zu ha­ben. Wenn es ei­nem al­so Freu­de macht, sich mit Freun­den zu tref­fen, zu tan­zen und ein biss­chen was zu trin­ken, war­um nicht? "Selbst Je­sus, ei­ner der größ­ten Leh­rer al­ler Zei­ten, ver­wan­del­te Was­ser in Wein. Wenn er al­so wuss­te, wie man fei­ert und Spaß hat, war­um soll­te ich es nicht tun?" Es sei ei­ne Il­lu­si­on, zu glau­ben, dass Zu­cker, Wei­zen oder Al­ko­hol ei­nen von Gott ent­fern­ten, wie man­che Men­schen sa­gen. Für Kyle ist Gott ei­ne Er­fah­rung von En­er­gie und Prä­senz, die für im­mer und ewig hier sein wird, folg­lich kann ei­nen ei­ne be­stimm­te Ernäh­rungs- oder Le­bens­wei­se nicht von Gott ent­fer­nen oder gar tren­nen.

Kyle hat für sich ei­ne gu­te Ba­lan­ce zwi­schen Fei­ern und Spi­ri­tua­lität ge­fun­den, denn für ihn ist sie auch ei­ne Dis­zi­plin. Es geht ihm auch dar­um, sich wie­der in sei­nen Kör­per hin­ein­zu­füh­len und zu hö­ren, was gut für ihn ist. Als Kyle Yo­ga für sich ent­deck­te, än­der­te sich al­les. Statt nur sehr ver­bun­den mit dem Him­mel und den En­geln zu sein, kehr­te er auch in sei­nen Kör­per zu­rück und lern­te, sich um ihn zu küm­mern und ihm Gu­tes zu tun. Und wie passt Yo­ga nun mit En­geln zu­sam­men? "Yo­ga hilft dir da­bei, dich mit vie­lem zu ver­bin­den, weil es dich wie­der zu dir selbst bringt."

Wie gut sich Spi­ri­tua­lität auch mit ei­nem mo­der­nen Le­bens­stil ver­ein­ba­ren lässt, zeigt Ky­les Be­geis­te­rung für Ein Kurs in Wun­dern, des­sen Bot­schaf­ten es mitt­ler­wei­le auch als App für Smart­pho­nes gibt. Seit Jah­ren ist Kyle ein Schü­ler des Kur­ses und fühlt sich manch­mal noch im­mer nicht qua­li­fi­ziert ge­nug dar­über zu sp­re­chen, denn erst nach jah­re­lan­gem Stu­die­ren kann man selbst ein Leh­rer wer­den. Den Zu­gang zu dem um­fas­sen­den Werk fand er durch Ga­bri­el­le Bern­steins Buch Spi­rit Jun­kie. Es zeig­te ihm, dass der Kurs bei wei­tem nicht so tro­cken und rea­litäts­fern ist, wie es auf den ers­ten Blick schei­nen mag, son­dern dass er sehr zeit­ge­mäß, echt und zu­gäng­lich ist. "Im Grun­de ist es ein Kurs in Ver­ge­bung. Ver­ge­bung ist ein wich­ti­ger und auch kri­ti­scher As­pekt von Spi­ri­tua­lität. Wenn Men­schen et­was Schmerz­vol­les er­fah­ren, lau­fen sie meist da­vor weg. Der Kurs bringt ei­nen je­doch zu­rück zu dem Schmerz, hilft ei­nem hin­durch und da­bei, mit ihm zu ar­bei­ten. Am En­de er­kennt man dann ei­ne Sa­che: Lie­be ist das ein­zig Wah­re! Dies hilft da­bei, sich wie­der mit dem Schöp­fer zu ver­bin­den und den Zu­gang zu dei­ner Be­stim­mung zu fin­den, und die­se ist, ein freud­vol­les We­sen zu sein."
Kyle nimmt ei­nen tie­fen Atem­zug. Es ist deut­lich spür­bar, wie sehr ihn der Kurs in Wun­dern berührt. Er zi­tiert ei­ne Bot­schaft aus sei­ner App: "Die Un­schul­di­gen ha­ben kei­ne Angst, denn sie sind si­cher und wür­di­gen die­se Si­cher­heit." Das we­sent­li­che am Kurs in Wun­dern, so Kyle, sei Ver­ge­bung, denn nur dann kön­ne man auch die Angst los­las­sen und al­les, was nicht Lie­be ist, sei ei­ne Il­lu­si­on.

Ky­les Ka­len­der ist zur­zeit prall­voll mit Ter­mi­nen auf großen Ver­an­s­tal­tun­gen, Mes­sen und sei­nen ei­ge­nen Rea­dings. Er liebt sei­nen Be­ruf und Rea­dings zu ge­ben, ist für ihn et­was sehr Be­son­de­res und Er­fül­len­des. Doch ab und zu braucht auch er ei­nen Tag, an dem er sich aus­ru­hen und neue Kraft tan­ken kann. Wie sieht wohl solch ein Tag für ihn aus? "Es wä­re ein Tag wie heu­te auf der I Can Do It! Ei­nen neu­en Ort ken­nen­zu­ler­nen, ve­ga­nes Es­sen zu ent­de­cken und all das, was ich ge­lernt ha­be, mit ver­wand­ten See­len zu tei­len."

 

Quelle: Wrage Inspiration (1/2014)