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KGS Hamburg Magazin Artikel (August 2015)

Wah­re Lie­be

Wie kön­nen wir wah­re Lie­be in un­ser Le­ben ho­len? Chuck Spez­za­no - der al­le Tü­cken in­ne­rer Sa­bo­ta­ge­tech­ni­ken kennt und ein un­trüg­li­ches Ge­spür für wah­re Lie­be hat - bringt Licht ins Dun­kel un­se­rer Ängs­te, die uns da­von ab­hal­ten, die­se Lie­be in un­ser Le­ben zu las­sen.
Wie kannst du in die­ser Welt wah­re Lie­be fin­den? Al­les, was du dir von gan­zem Her­zen wünschst, ist da für dich. Aber du bist in­ner­lich zer­ris­sen. Ein Teil von dir möch­te es und ein an­de­rer Teil möch­te es nicht. Die­se Zer­ris­sen­heit kommt aus dei­nem Ego, hier ent­steht die Tren­nung.

Aus der Zer­ris­sen­heit her­aus sagst du: Ich möch­te un­ab­hän­gig sein, ich will es auf mei­ne Art ma­chen, weil ich glau­be, dass mich das glück­lich macht. Aber wenn du un­ab­hän­gig bist, kannst du nichts emp­fan­gen, du spal­test dich ab. Dei­ne weib­li­che Sei­te ist ab­ge­schnit­ten. Aber die Kon­trol­le zu ha­ben ist nicht die Ant­wort! Das macht dich nicht glück­lich. Selbst­ver­trau­en und Zu­ver­sicht ma­chen dich glück­lich, Ver­trau­en macht dich glück­lich - oh­ne Ver­trau­en gibt es kei­ne Lie­be.

Men­schen rea­li­sie­ren nicht, dass je­des Mal, wenn sie ei­ne trau­ma­ti­sche Er­fah­rung ma­chen, die Ver­bin­dung ab­reißt und die Zer­ris­sen­heit ent­steht. Ein Teil von uns wünscht sich wah­re Lie­be, und ein an­de­rer Teil möch­te sie nicht. Na­tür­lich ver­ber­gen wir das vor uns selbst. Die Men­schen, die am meis­ten Angst vor wah­rer Lie­be ha­ben, sind die, die ihr am meis­ten hin­ter­her­ja­gen. Und sie mer­ken nicht, dass die­ses rie­si­ge Be­dürf­nis wie ei­ne Ne­on­re­k­la­me auf ih­rer Stirn blinkt. Da­vor lau­fen al­le weg!

Es geht dar­um, of­fen dafür zu sein. In Si­tua­tio­nen, in de­nen du ge­lit­ten hast, hast du dich je­des Mal ei­nen Schritt wei­ter von der wah­ren Lie­be und von Be­zie­hun­gen ent­fernt.

Du kannst dir selbst die Fra­ge stel­len: Wie vie­le Schrit­te ha­be ich mich von der wah­ren Lie­be und von Be­zie­hun­gen ent­fernt? Und dann kannst du ganz be­wusst in­ner­lich die­se Schrit­te wie­der nach vorn ge­hen und den Kon­takt auf­neh­men. Wenn du wie­der in Kon­takt bist, stellst du viel­leicht fest: Ich ha­be 60 Pro­zent der wah­ren Lie­be auf­ge­ge­ben, oder: Ich ha­be 80 Pro­zent mei­ner Be­zie­hun­gen auf­ge­ge­ben. Al­les, was du tun musst, ist, sie wie­der will­kom­men zu heißen. Denn es war dei­ne Wahl, sie weg­zu­wer­fen, und es ist dei­ne Wahl, sie wie­der in dein Le­ben zu las­sen.

Ein an­de­rer, ganz ent­sch­ei­den­der Punkt ist her­aus­zu­fin­den, in wel­chem Al­ter du die Tür vor der wah­ren Lie­be ver­sch­los­sen hast. Wer war da­mals bei dir? Was ist pas­siert? Mög­li­cher­wei­se sind die Ant­wor­ten dar­auf schlimm, aber dass du die Tür zu­ge­wor­fen hast, ist noch schlim­mer. Es ist dei­ne Tür - du kannst sie wie­der auf­ma­chen. Das zu wis­sen, ist ein ech­ter Schlüs­sel!

Was Men­schen auch da­von ab­hält, wah­re Lie­be zu le­ben, ist, dass sie im­mer noch an Men­schen aus ih­rer Ver­gan­gen­heit hän­gen. Das größ­te Ge­heim­nis, das un­ab­hän­gi­ge Men­schen mit sich her­um­tra­gen, ist, dass sie in ih­rem In­ne­ren ei­nen Al­tar für je­man­den aus der Ver­gan­gen­heit er­rich­tet ha­ben, über den sie nie hin­weg­ge­kom­men sind. Du musst al­so her­aus­fin­den, wie stark du noch an die­ser Schlüs­sel­per­son hängst. Je­de Ver­ein­ba­rung, die du mit je­man­dem ge­trof­fen hast, je­der Ver­trag bin­det dich auf ei­ne un­gu­te Art an die­se Per­son.

Ge­he al­so all dei­ne Be­zie­hun­gen durch und fra­ge dich im­mer wie­der: Zu wie viel Pro­zent hal­te ich hier noch fest? Wenn du ein Mann bist, fra­ge dich, zu wie viel Pro­zent du im­mer noch an dei­ner Mut­ter und dei­ner Schwes­ter fes­t­hältst, und mer­ke dir die­se Zah­len. Dann kommst du viel­leicht am En­de auf - ich nen­ne mal ei­nen Durch­schnitts­wert - ei­ne Sum­me von 435. Das heißt, im güns­tigs­ten Fall kannst du ei­ne Be­zie­hung ha­ben, die auf der Wer­te­s­ka­la mi­nus 435 er­reicht. Du bist schon rand­voll, du brauchst kei­ne Be­zie­hung.

Wenn du wah­re Lie­be in dei­nem Le­ben ha­ben möch­test, musst du die­se Zah­len auf Null set­zen. Du musst dei­ne An­haf­tun­gen los­las­sen. Und dann musst du die Macht dei­nes Geis­tes, dein Ver­trau­en dar­auf aus­rich­ten, dass du Ver­gan­ge­nes hei­len kannst. Denn du wirst kei­ne Be­zie­hung ha­ben und kei­ne wah­re Lie­be er­fah­ren, wenn du das Ge­fühl hast, du kannst gar nicht da­mit um­ge­hen. Wenn du ver­steck­te Ge­füh­le von Un­si­cher­heit und Un­zu­läng­lich­keit in dir trägst. Dei­ne tief im In­ne­ren ver­bor­ge­ne Angst wird es ver­hin­dern, auch wenn du dir auf be­wuss­ter Ebe­ne ei­ne Part­ner­schaft wünschst.

Es geht al­so dar­um, Ver­trau­en und Zu­ver­sicht zu­rück­zu­ge­win­nen. Und das kannst du, in­dem du den Teil, der Ver­trau­en hat, und den, der kei­nes hat, in­te­grierst. Durch die­se In­te­gra­ti­on schmilzt al­les Ne­ga­ti­ve da­hin und dei­ne En­er­gie ist kraft­voll, po­si­tiv und nach vor­ne ge­rich­tet.

Du kannst da­mit an­fan­gen, in­dem du ei­ne Hand auf den Teil dei­nes Kör­pers legst, an dem du den Wunsch nach wah­rer Lie­be spürst. Die an­de­re Hand legst du auf den Teil, an dem du die Angst da­vor spürst. Und dann kannst du sie in­te­grie­ren, in­dem du die Hän­de auf dei­nem Kör­per zu­sam­men­führst, bis sie ei­nen ge­mein­sa­men Platz fin­den, in dem sich die En­er­gi­en mit­ein­an­der ver­bin­den. Wenn du ein ne­ga­ti­ves Ge­fühl wahr­nimmst, be­deu­tet das, dass sich die­ses Ge­fühl un­ter dem Kon­flikt ver­bor­gen hat. Die­se Emo­ti­on kannst du in­te­grie­ren.

Das ist ei­ne sehr ein­fa­che Me­tho­de, mit der du durch In­te­gra­ti­on dein Ver­trau­en und dei­ne Zu­ver­sicht zu­rück­ge­win­nen kannst. Da­zu gehört auch, dich mit gan­zem Her­zen dar­auf ein­zu­las­sen, den nächs­ten Schritt zu ma­chen. Je­des Mal, wenn du ei­nen Schritt nach vor­ne machst auf dei­nen wah­ren Part­ner zu, macht - so ist mei­ne Er­fah­rung - dein Part­ner ei­nen Schritt auf dich zu.

Das sind ei­ni­ge Schlüs­sel, die du nut­zen kannst, um die Din­ge los­zu­las­sen, die nicht mehr zu dei­nem jet­zi­gen Le­ben gehö­ren. (...) Füh­re dich selbst wie­der zu wah­rer Lie­be, denn das ist der bes­te Weg, das Glück nach­hal­tig in dein Le­ben zu ho­len.

Chuck Spez­za­no

Nach­hö­ren kann man die­sen Vor­trag von Chuck Spez­za­no über "True Love" un­ter www.chuck­and­len­cy­spez­za­no.com

 

Quelle: KGS Hamburg Magazin (8/2015)