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INSPIRATION FÜR KÖRPER, GEIST UND SEELE                
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KGS Hamburg Magazin Artikel (September 2015)

Hei­lung mit Got­tes Kraft

Lie­be, Ver­trau­en, Ge­duld - das sind wich­ti­ge As­pek­te, die Hei­lungs­pro­zes­se un­ter­s­tüt­zen und Hei­lung mög­lich ma­chen. Für Ja­na Haas be­deu­tet lie­be­vol­ler Glau­be, sich in je­der Le­bens­la­ge mit dem Höhe­ren ver­bun­den zu wis­sen - denn so kön­nen sich uns un­se­re in­di­vi­du­el­len Zu­gän­ge zu Er­kennt­nis, Weis­heit, Lie­be, Frie­den und Glück öff­nen.
In ih­rer Ar­beit be­schäf­tigt sich die En­ge­l­ex­per­tin und Au­to­rin mit den Zu­sam­men­hän­gen von Krank­heit und Ge­sund­heit, von see­lisch-geis­ti­gen und um­welt­be­ding­ten Krank­heits­ur­sa­chen und zeigt We­ge auf­, wie man in der be­wuss­ten Ver­bin­dung mit dem Gött­li­chen aus der kos­mi­schen Heil­kraft schöp­fen kann. Da­bei geht es im­mer um Heil­wer­dung auf kör­per­li­cher, geis­ti­ger und see­li­scher Ebe­ne.
Im fol­gen­den Vor­trag spricht Ja­na Haas über die Grund­zü­ge Geis­ti­gen Hei­lens.


Was ist Geis­ti­ges Hei­len? Ei­ne ge­wis­se Vor­s­tel­lung hat ja je­der, aber die Vor­s­tel­lun­gen stim­men nicht im­mer mit der Rea­lität über­ein. Man­che wis­sen gar nichts, ha­ben ei­ne Vor­s­tel­lung im Sin­ne von Vor­ur­tei­len. Ich er­le­be, dass selbst fort­ge­schrit­te­ne Hei­ler ge­nau in die­sem Be­reich nie aus­ler­nen, son­dern je tie­fer sie in die­se In­hal­te ein­s­tei­gen, um so größer und wei­ser wird das Herz und um­so mehr wird auch der In­halt über­haupt auf­ge­zeigt wer­den.

Vie­le Men­schen ha­ben die Vor­s­tel­lung, Hei­ler ha­ben viel­leicht ei­ne große Aus­strah­lung, die an­de­re be­ein­druckt, aber es ist nicht viel da­hin­ter. An­de­rer­seits gehört zu un­se­rer Kul­tur das Bild, wie Je­sus mit den Hän­den ge­heilt hat, das Hand­auf­le­gen gehört al­so in un­se­re christ­li­che Kul­tur. Den­noch hat der Hei­ler­be­ruf sich noch nicht ganz eta­bliert. Mit sei­ner Ver­gan­gen­heit hat es die­ser Be­ruf nicht so leicht, sich zu eta­b­lie­ren. In un­se­rem neu­en Zeit­al­ter je­doch gibt es so vie­le Mög­lich­kei­ten, so viel Of­fen­heit, so viel Po­ten­zi­al wie viel­leicht nie zu­vor.

Die­ser Be­ruf und die­se Be­ru­fung fü­gen sich jetzt ganz neu, denn be­stimm­te al­te Heil­er­ge­set­ze wir­ken heu­te nicht mehr, weil der Mensch sich ver­än­dert hat.

Wir ken­nen den Spruch "Dein Glau­be hat dich ge­heilt", und na­tür­lich ist in die­sem Satz auch schon al­les ge­sagt. Doch wenn man die­sen Satz nicht wirk­lich er­lebt und er­fah­ren hat, wird er nicht wir­ken, wird er nicht nach­voll­zieh­bar sein. Ich er­le­be in die­sem Satz ei­ne gan­ze Geis­tes­wis­sen­schaft.

Auch ein Zei­chen un­se­rer heu­ti­gen Zeit ist das große Be­dürf­nis nach Wis­sen, nach Ver­s­te­hen und nach Ei­gen­s­tän­dig­keit. Denn wir wis­sen heu­te, dass nur wir selbst uns hei­len kön­nen, so wie es auch in der Bi­bel steht. Je­sus hat ge­sagt, "dein Glau­be hat dich ge­heilt, nicht ich ha­be dich ge­heilt".

Wir le­ben in ei­nem Zeit­al­ter nicht des blin­den Glau­bens, son­dern der au­t­hen­ti­schen Er­fah­rung. Des­halb wol­len wir im­mer mehr ver­s­te­hen und wis­sen: Was hat er denn da­mit wirk­lich ge­meint? Denn über Vor­s­tel­lun­gen lässt sich strei­ten, über wah­re Er­fah­run­gen wohl kaum.

Was be­deu­tet Geis­ti­ges Hei­len? Zu­n­ächst ein­mal be­steht ein Un­ter­schied zum her­kömm­li­chen klas­si­schen Ge­sund­heits­den­ken dar­in, dass Geis­ti­ges Hei­len nicht in ers­ter Li­nie die Be­hand­lung von Sym­p­to­men be­inhal­tet, das ob­liegt den Me­di­zi­nern. Das heißt, im Geis­ti­gen Hei­len geht es nicht in ers­ter Li­nie um die Ab­we­sen­heit von Schmerz oder von Sym­p­to­men, son­dern es geht um die Ganz­heit­lich­keit. Im Geis­ti­gen Hei­len geht es nicht nur um Be­hand­lung von ge­ziel­ten Pro­b­le­men, als un­ter­s­tüt­zen­de Maß­nah­me zur me­di­zi­ni­schen Be­hand­lung, son­dern vor al­lem auch um Vor­beu­gung. Im Geis­ti­gen Hei­len geht es nicht in ers­ter Li­nie um kör­per­li­ches Hei­len, denn kör­per­li­ches Hei­len ist die Fol­ge - in ers­ter Li­nie geht es um See­len­heil.

Das heißt, wir be­fin­den uns im Hei­ler­we­sen, im Geis­ti­gen Hei­len, vor al­lem auf der fein­stoff­li­chen Ebe­ne - mit großer Hoff­nung, mit großer Über­zeu­gung, mit großem Glau­ben dar­an, dass sich das In­ne­re im Äuße­ren, auch im Or­ga­ni­schen wi­der­spie­gelt. Das heißt, wir er­he­ben uns in un­se­rem Be­wusst­sein über das Or­ga­ni­sche hin­aus und ma­chen uns auf, die see­li­schen Ur­sa­chen zu er­for­schen. Wohl­be­merkt, dass wir auch nie­mals ver­ges­sen, dass nicht nur see­li­sche Ur­sa­chen für Krank­hei­ten aus­schlag­ge­bend sein müs­sen, son­dern dass es auch äuße­re Fak­to­ren ge­ben kann. Doch ist es bei den meis­ten Men­schen so, dass kör­per­li­cher Schmerz oder Krank­heit ein Aus­druck der See­len­not dar­stellt. Ich sa­ge im­mer, sei froh, dass dein Kör­per als Ven­til dei­nen Schmerz aus­lei­ten kann. Denn wenn du es nicht hät­test, wür­dest du auf­grund dei­nes see­li­schen Schmer­zes viel­leicht ver­rückt wer­den.

Das heißt, der Kör­per ist auch ein Ven­til und dient uns. Und dem­ent­sp­re­chend ha­ben wir ihn auch lie­be­voll zu be­han­deln und vor al­lem - denn dar­um geht es auch im Hei­ler­tum - die Kör­per­spra­che durch den Schmerz, durch das Be­dürf­nis im­mer mehr ver­s­te­hen zu ler­nen.

Es geht al­so nicht in ers­ter Li­nie um ein Or­gan, son­dern um den Aus­druck des ge­sam­ten Men­schen dar­in. Doch dafür muss man na­tür­lich erst ein­mal be­grei­fen, wie die geis­ti­ge Fein­stoff­lich­keit in der Grob­stoff­lich­keit des Kör­pers wirkt. Man muss be­grei­fen, dass der Kör­per nichts an­de­res als ma­xi­ma­le Ver­dich­tung der En­er­gie ist. Denn wä­re das nicht so, wä­ren Spon­tan­hei­lun­gen gar nicht mög­lich, denn al­les wä­re starr.

Was für ei­ne große Kraft der Er­kennt­nis und des Glau­bens fin­det dar­in ei­nen Hei­lungs­aus­druck. Mit die­sen Hin­ter­grün­den müs­sen wir uns im­mer mehr aus­ein­an­der­set­zen und das Wun­der des Le­bens­pro­zes­ses und der Hei­lung im­mer mehr ver­s­te­hen. Un­wis­sen­heit macht sehr un­zu­frie­den, und der Glau­be wird ge­schwächt. Es geht - das kann ich nicht oft ge­nug be­to­nen - nicht um blin­den Glau­ben, der funk­tio­niert heu­te nicht mehr. Son­dern es geht in ers­ter Li­nie um ei­nen ge­leb­ten Glau­ben, durch ei­ge­ne spi­ri­tu­el­le, lie­be­vol­le Wer­te und mit­mensch­li­che Tu­gen­den und da­durch um po­si­ti­ve, au­t­hen­ti­sche Le­bens­er­fah­run­gen, die ei­nen im­mer le­bens­be­ja­hen­der ma­chen.

Wir kom­men über die Aus­ein­an­der­set­zung mit un­se­rem Kör­per und mit un­se­rem Geist im­mer mehr zum Schwer­punkt der Fra­ge: Was für ein Men­schen­bild le­be ich vor, an was für ein Men­schen­bild glau­be ich? Wel­che Wer­te le­be ich per­sön­lich in mei­nem Le­ben vor? Wel­che ma­chen mich ge­sund, wel­che ma­chen mich krank? Wel­che Wer­te le­be ich in mei­ner Ge­sell­schaft vor? In mei­ner Fa­mi­lie, in mei­nen ei­ge­nen vier Wän­den, wel­ches Mensch­sein spieg­le ich mei­nen Kin­dern?

Ich re­de ganz be­wusst nicht da­von, wel­che Frau­en- oder Män­ner­rol­len, wel­che Mut­ter- oder Va­ter­rol­len ich vor­le­be. Son­dern wel­che mensch­li­chen Wer­te, au­t­hen­ti­sche Her­zensei­gen­schaf­ten le­be ich vor, nach wel­chen st­re­be ich im­mer tief­grün­di­ger, im­mer au­t­hen­ti­scher, im­mer wei­ser.

Der Weg zur Weis­heit führt heut­zu­ta­ge nicht aus­schließ­lich über Le­bens­er­fah­run­gen, son­dern auch über Wis­sen. Wis­sen gibt uns ei­ne Si­cher­heit, un­se­rem in­ne­ren Po­ten­zi­al zu ver­trau­en und all die Le­bens­s­tür­me zu über­s­te­hen, wie ein Fels in der Bran­dung da zu sein, ba­sie­rend auf dem, wor­an man wirk­lich glaubt, wie Mit­ge­fühl, Lie­be, Hilfs­be­reit­schaft, Ge­duld, Ver­trau­en, Acht­sam­keit, Klar­heit, Au­t­hen­ti­zität. Das sind al­les spi­ri­tu­el­le Wer­te, es sind Her­zen­s­tu­gen­den ei­nes lie­be­vol­len Men­schen. Und des­halb geht es auch im Hei­ler­tum, das ja kon­fes­si­ons­frei ist und re­li­gi­ons­un­ab­hän­gig, nicht dar­um, wor­an ich glau­be. Son­dern in ers­ter Li­nie geht es dar­um, dass man ein gü­ti­ges Herz hat. Und mit ei­nem gü­ti­gen Her­zen sind Gü­te, Lie­be, Mit­ge­fühl und Ver­s­tänd­nis sich selbst ge­genüber ge­meint, was oft am schwers­ten fällt. Und na­tür­lich sei­nen Mit­men­schen, sei­nen Nächs­ten ge­genüber. Je mehr sich die­ser in­ne­re Frie­den im Außen aus­brei­tet, um­so höher ent­wi­ckeln sich ei­ne Le­bens­phi­lo­so­phie und ei­ne wah­re Ver­bin­dung zu Gott. Dann bist du ein wah­rer Hei­ler.

Wenn du in Wahr­heit mit Got­tes Kraft ver­bun­den bist, er­lebst du ei­ne Un­er­schüt­ter­lich­keit al­lem ge­genüber, was ist. Und so­mit ist Geist­hei­lung ei­ne große Le­bens­phi­lo­so­phie, die zu ei­nem au­t­hen­ti­schen, le­bens­be­ja­hen­den Glau­ben führt und die sehr stark vom Vor­le­ben und von ei­ner täg­li­chen Be­wusst­seins­er­wei­te­rung zum Gu­ten ab­hän­gig ist. Und des­halb ist die Fähig­keit, ein geis­ti­ger Hei­ler zu sein, nicht in ers­ter Li­nie von an­ge­bo­re­nen Be­ga­bun­gen ab­hän­gig. Die­se be­güns­ti­gen das na­tür­lich. In al­ler­ers­ter Li­nie ist es da­von ab­hän­gig, was für ein gü­ti­ges Herz du hast.


(Den Vor­trag "Cosmo­ge­tic Hea­ling - Geis­ti­ges Hei­len in un­se­rer Kul­tur" von Ja­na Haas kön­nen Sie nach­hö­ren un­ter www.ja­na­haas.com.)

 

Quelle: KGS Hamburg Magazin (09/2015)