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KGS Hamburg Magazin Artikel (August 2011)

Lass dich vom Him­mel füh­ren

Der ame­ri­ka­ni­sche Psy­cho­lo­ge Chuck Spez­za­no ist ei­ner der welt­weit be­kann­tes­ten Ex­per­ten auf dem Ge­biet der Be­zie­hungs- und Part­ner­ar­beit. Seit fast vier Jahr­zehn­ten lehrt er sei­ne Me­tho­de „Psy­cho­lo­gie der Vi­si­on“ – „Psy­cho­lo­gy of Vi­si­on“ – und hat un­zäh­li­ge Men­schen auf der gan­zen Welt bei der Hei­lung al­ter see­li­scher Ver­let­zun­gen un­ter­s­tütz­t, da­mit sie ein frei­es und er­füll­tes Le­ben füh­ren ­kön­nen. An­fang Sep­tem­ber kommt der Au­tor zahl­rei­cher Bü­cher zu die­sem The­men­kom­plex wie­der für ei­nen Vor­trag und ein Se­mi­nar nach Ham­burg. Im In­ter­view mit Nick Wil­liams, Coach und Au­tor, spricht er über­ ­s­ei­ne ganz per­sön­li­che Mo­ti­va­ti­on für ­s­ei­ne Ar­beit.







Fo­to: Agnies­z­ka Ko­sa­kow­s­ka


Chuck, ich wei­ß, dass es ein biss­chen schwie­rig für ­dich sein wird, weil du si­cher stun­den­lang sp­re­chen könn­test – aber kannst du in ei­nem oder zwei Sät­zen sa­gen: Wie lau­tet die Bot­schaft, die du ge­bo­ren bist mit an­de­ren Men­schen zu tei­len?

Da fal­len mir gleich zwei Din­ge ein. Ers­tens: Al­les kann zu un­se­rer Hei­lung bei­tra­gen, denn es ist der Wil­le des Him­mels, dass wir heil und frei sind. Zwei­tens: Wir le­ben in ei­ner Zeit der Neu­ge­burt. Und die­se Neu­ge­burt kann ganz leicht von­s­tat­ten ge­hen, wenn wir sie zu­las­sen, oh­ne uns da­ge­gen zu weh­ren, und wenn wir er­ken­nen, dass wir nicht al­lein sind. Wir be­kom­men die Hil­fe und Un­ter­s­tüt­zung des Him­mels und kön­nen das Neue durch uns ge­sche­hen las­sen.

Wir sind al­so hier, um die Welt zu trans­for­mie­ren.

Ge­nau. Und die­se Ver­än­de­rung kann auf fröh­li­che, glück­li­che Wei­se pas­sie­ren, wenn wir zu­sam­men­kom­men und uns mit­ein­an­der ver­bin­den. Es ist gar nicht nö­tig, dass wir es uns schwer ma­chen oder uns da­mit wich­tig füh­len – wir kön­nen es ein­fach mit Freu­de tun!

Wie wur­de dir klar, dass du ein Bot­schaf­ter bist? Wel­chen Im­puls hast du ver­spür­t und wie hast du ge­merkt, dass die­ser Weg der rich­ti­ge für ­dich ist?

Ich ha­be schon als Jun­ge den Ruf ver­nom­men, an­de­ren Men­schen zu hel­fen. Ur­sprüng­lich woll­te ich Pries­ter wer­den und ha­be mich wäh­rend des Stu­di­ums lan­ge sehr wohl ge­fühl­t. A­ber dann stimm­te es auf ein­mal nicht mehr für ­mich. Ich ha­be ein Wo­chen­en­de lang dar­über­ ­me­di­tiert und um Ant­wor­ten ge­be­ten – und da wur­de mir sehr klar, dass ich ein­fach in die Welt ge­hen und leh­ren soll­te. Ich ver­such­te ge­nau her­aus­zu­fin­den, was ich wirk­lich tun woll­te, und das war, an­de­re Men­schen bei ih­rer Hei­lung von Herz und Geist zu un­ter­s­tüt­zen.

Als ich klein war, war Lei­den in mei­ner Fa­mi­lie sehr prä­sent. Mei­ne El­tern ha­ben viel ge­lit­ten, ich ha­be ge­lit­ten und mei­ne Ge­schwis­ter eben­so. Die Hilf­lo­sig­keit zu spü­ren, ih­nen nicht hel­fen zu kön­nen, war ein star­ker An­trieb für ­mich, her­aus­zu­fin­den, wie Hei­lung pas­sie­ren und wie ich die Fa­mi­lie hei­len kann. Ich ha­be nach We­gen ge­sucht, um Schmerz zu ver­s­te­hen und Men­schen hel­fen zu kön­nen, aus ih­rem Lei­den her­aus­zu­kom­men.

Wie über­win­dest du dei­ne ei­ge­nen Schwä­chen? Dei­ne Angst, Ver­letz­lich­kei­ten und Fra­gen wie „Wer bin ich denn, das und das zu tun?“ oder „Was ha­be ich zu sa­gen, das wirk­lich neu und an­ders ist?“

Für ­mich ist das Wich­tigs­te, mich mit dem Him­mel zu ver­bin­den und mich mit mei­ner Frau zu ver­bin­den. Ich kann al­le ne­ga­ti­ven Emo­tio­nen hei­len, in­dem ich mei­ner Frau in­ner­lich nä­her kom­me und dem Him­mel er­lau­be, mei­nen Ver­stand, mei­nen Geist, mei­ne Ge­dan­ken zu hei­len. Ich wei­ß, dass ich nicht dar­in hän­gen­b­lei­ben muss, son­dern be­freit wer­den kann.

Wel­che prak­ti­schen Schrit­te wa­ren die wich­tigs­ten für ­dich auf dem Weg, dei­ne Bot­schaf­ten mit an­de­ren zu tei­len und da­mit be­kannt zu wer­den?

Ich ha­be ein­fach auf mei­ne in­ne­re Füh­rung ge­hör­t und bin ihr ge­folgt. Ich ha­be den na­tür­li­chen Fluss, das Tao ge­spür­t und bin mit ihm mit­ge­gan­gen. Al­so: Fol­ge dei­nem Im­puls und dem Fluss. Es ent­fal­tet sich al­les ganz na­tür­lich und leicht.

Was, glaubst du, hat dei­nen Er­folg am meis­ten be­güns­tigt?

Ein­fach die Men­schen zu lie­ben – je­den Mo­ment zu ge­nie­ßen und die Schön­heit der Men­schen zu se­hen. Das ist wun­der­schön – und ich wer­de auch noch da­für ­be­zahlt!

Zu wel­chem An­teil war es dein ei­ge­ner Plan und wie viel da­von ist ein gött­li­cher Plan?

Al­so, ich hat­te ei­nen Plan …

… und Gott lach­te …

Ja, ge­nau – Gott lach­te! Na­ja, ich ha­be na­tür­lich mei­ne ei­ge­nen Plä­ne, aber nor­ma­ler­wei­se funk­tio­nie­ren sie nicht. Ich fol­ge dem Plan des Him­mels. In den 1980ern hat­te ich ei­nen Burn-out und ir­gend­wann ha­be ich ein­fach los­ge­las­sen und ge­sagt: „Wo­hin willst du, dass ich ge­he? Was willst du, dass ich tue?“ Ich war be­reit, über­all hin­zu­ge­hen und ir­gend­et­was zu tun. Los­las­sen und Hin­ga­be ha­ben mich seit­dem im­mer zum Glück­lich­sein ge­führ­t.

Was wür­dest du dir, der da­mals die­se Rei­se ge­ra­de be­gon­nen hat, heu­te selbst mit auf den Weg ge­ben?

Hö­re auf, dir Sor­gen zu ma­chen, es ist für al­les ge­sorgt – geh ein­fach und lie­be die Men­schen, öff­ne dich und lass den Him­mel dei­ne Ta­len­te ver­wal­ten.

Wel­che Tipps kannst du an­de­ren auf die­sem Weg ge­ben?

All das Leid, das wir in der Welt se­hen, kommt tief aus uns selbst. Es ist das Pro­dukt dei­ner ei­ge­nen Ver­ur­tei­lun­gen. Gib es al­les an den Him­mel ab und lass den Him­mel dir zei­gen, wie du Men­schen und Si­tua­tio­nen se­hen kannst. Dann wirst du die Din­ge ganz an­ders wahr­neh­men und Er­eig­nis­se kön­nen sich in lie­be­vol­ler, un­ter­s­tüt­zen­der Wei­se ent­fal­ten.

Geh im­mer wei­ter, denn dann fal­len Be­gren­zun­gen weg und dei­ne Ga­ben und Ta­len­te kön­nen sich ent­wi­ckeln und du wirst Men­schen hel­fen kön­nen. Tei­le dei­ne Bot­schaft mit an­de­ren, sei du selbst und sei be­reit, ein Leh­rer zu sein, so dass du an­de­re in­spi­rie­ren kannst. Dei­ne Bot­schaft zu tei­len hei­ßt, dich selbst zu tei­len.

Vie­len Dank, Chuck!


Bü­cher von Chuck Spez­za­no:

Wenn es fes­selt, ist es kei­ne Frei­heit. Fa­mi­liä­re Prä­gun­gen er­ken­nen und aus ne­ga­ti­ven Mus­tern aus­s­tei­gen • In­te­gral 2010, geb., 304 Sei­ten, 19,95 Eu­ro • • • Von gan­zem Her­zen lie­ben. Die in­ners­te Kraft des Le­bens ge­ben und emp­fan­gen • Heyne 2009, TB, 528 Sei­ten, 9,95 Eu­ro • • • Wie Sie her­aus­fin­den, wann Ih­re Be­zie­hung zu En­de ist und was Sie tun kön­nen, um sie zu ret­ten • Via No­va 2008, TB, 168 Sei­ten, 9,95 Eu­ro • • • Hei­lung von Schuld­ge­füh­len. Das Ge­schenk des in­ne­ren Frie­dens wie­der er­fah­ren • In­te­gral, Er­sch­ei­nungs­ter­min Ok­to­ber 2011, geb., 272 Sei­ten, 19,95 Eu­ro



Nick Wil­liams be­reist die Welt, um sei­ne le­bens­be­ja­hen­de und tief spi­ri­tu­el­le Vi­si­on von Ar­beit und Un­ter­neh­mer­tum zu tei­len. Er ist ein ge­frag­ter Red­ner – auch in Funk und Fern­se­hen – und Best­sel­ler­au­tor. Sei­ne Mis­si­on ist, Men­schen da­bei zu un­ter­s­tüt­zen, ih­re Ängs­te zu über­win­den und ih­re Lei­den­schaf­ten in pro­fi­ta­b­le Un­ter­neh­men um­zu­set­zen. Vier sei­ner Bü­cher s­ind ins Deut­sche über­setzt wor­den.

NICK WIL­LIAMS: Lie­be die Ar­beit, für ­die du ge­bo­ren bist. 12 Grund­prin­zi­pi­en • Via No­va 2007, geb., 120 Sei­ten, 14,90 Eu­ro • • • Durch In­spi­ra­ti­on wird al­les leicht. Ein di­rek­ter Weg zu Ide­en­reich­tum und Krea­ti­vi­tät • Via No­va 2006, br., 156 Sei­ten, 14,50 Eu­ro • • • Die un­be­grenz­ten Di­men­sio­nen dei­ner spi­ri­tu­el­len Kraft. Ein in­spi­rie­ren­der Weg­wei­ser zur per­sön­li­chen Frei­heit • Via No­va 2004, Pb., 288 Sei­ten, 19,80 Eu­ro • • • Ver­wirk­li­che dein Po­ten­zi­al. Un­ein­ge­schränk­ter Er­folg in al­len Le­bens­be­rei­chen • Via No­va 2003, TB, 296 Sei­ten, 19,80 Eu­ro

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen über­ ­Nick Wil­liams: www.in­spi­red-en­t­re­p­re­neur.com  

 

Quelle: KGS Hamburg Magazin (08/2011)